Trübes Wasser in klares reines Wasser verwandeln

Sedimente, Kohle und Gras sind die verschiedenen Schichten in unserem Filter. Wir machen es uns erstmal einfach. Als Behälter verwenden wir eine Plastikflasche.

Unsere Absicht ist es Wasser von trüb in klar zu verwandeln. Wir wollen einfach einmal sehen was denn da eigentlich passiert. Also sei dabei und probiere es doch auch selbst aus.

Zuerst zeige ich dir die verschiedenen Zutaten

  • 1,5Liter oder mehr, Plastikflasche mit Schraubverschluss
  • 1m Paketschnur
  • 10mm Steinchen eine grosse handvoll
  • 3 Tassen feinsten Sand (Quarzsand oder je nachdem was du findest)
  • Bündel Gras, den du mit beiden Händen gerade noch umklammern kannst (sehr fein)
  • Kohlestücke aus dem Lagerfeuer – fein zermahlen – 2 Tassen voll
  • 2 Tassen gröberer Sand, ca. 0,2 – 3mm Körnung
  • Stock zum nachstoßen der Schichten – Länge ca. 25cm, DM ca. 3cm
  • leere Tasse zum Unterstellen, in welches das gefilterte Wasser reintröpfeln kann
  • Kübel oder Gefäß, in welchem du das Dreckwasser anrührst

Jetzt geht’s los

Nimm die Flasche und schneide den Boden ab. Stich mit einer Aale 2 Löcher genau gegenüber an den oberen Rand der Flasche, dort wo du den Deckel abgeschnitten hast. Je ein Ende der Paketschnur bindest du an den Löchern fest.

Wasserfilter schnur survival wildnis.at

Jetzt nimm den Schraubverschluss und stich hier 5 Löcher hinein. Schraube ihn wieder drauf. Nun geht es zum Befüllen.

Wasserfilter löcher survival Wildnis.at

Erste Schicht

  • direkt auf den Schraubverschluss innen, legen wir 4-5 Steinchen. Das verhindert, dass die nachfolgenden Schichte die Löcher verstopfen.

Zweite Schicht

  • zerkleinere das Gras. Zerwuzeln oder zerschneiden ist auch eine Möglichkeit. So ca. 3 Fingerbreit von der Länge her, wäre ideal. Stopfe es auf die kleinen Steinchen drauf. Verdichte das Ganze mit dem Rundholz, sodann das Gras schön gleichmäßig und eben liegt. Die Schicht sollte iin komprimiertem Zustand ca. 3 cm umfassen.

Dritte Schicht

  • Nimm jetzt den feinen Sand, 2 volle Tassen kommen auf die Grasschicht. Wiederum schön anebnen und vielleicht sogar mit dem Stock verdichten.

Vierte Schicht

  • Neuerlich eine Schicht Gras, sie sollte im zusammengepressen Zustand eine Dicke von ca. 3cm aufweisen.Wasserfilter grasschichte

Fünfte Schicht

  • Jetzt brauchen wir die pulverisierte Kohle. Hier solltest du wirklich darauf achten, dass sie sehr klein zermahlen ist, damit erhöhst du den Reinheitswert. Die Schicht sollte ca. 5-8cm dick werden.Wasserfilter kohle

Sechste Schicht

  • Neuerlich eine Schicht Gras, die Dicke sollte in zusammengepresstem Zustand wieder ca. 3 cm aufweisen.

Siebte Schicht

  • feiner Sand, die dritte Tasse.

Achte Schicht

  • Neuerlich eine Schicht Gras, welche in zusammengepresstem Zustand ca. 3cm dick sein soll.

Neunte Schicht

  • den etwas gröberen Sand. 1 Tasse sollte gut komprimiert eine ca. 4 cm dicke Schicht ergeben.Wasserfilter grober Sand wildnis

Zehnte Schicht

  • Neuerlich eine Schicht Gras, welche in zusammengepresstem Zustand ca. 3 cm dick sein sollte.

Elfte Schicht

  • Die 1 cm DM Steinchen haben wir jetzt noch zur Verfügung. Sie erfüllen den den Zweck der Stabilisierung der unteren Schichten, damit diese nicht durch das Wasser nach oben gehoben werden. Ohne sie würden sich die einzelnen Schichten evt. vermischen.Wasserfilter steinchen survival

Von diesen letzten Steinchen bis zum obersten Flaschenrand sollte noch genügend Platz für das Befüllen des Filters mit Dreckwasser einberechnet werden. Gut wären 4-6cm

Das war’s bis hierher. Jetzt ist es Zeit für den Durchlauf

Hänge die befüllte Flasche auf und stell ein Glas unter den Schraubverschluss. Hier soll das gereinigte Wasser aufgefangen werden.

Wasserfilter fertig

Nun leere das verdreckte Wasser oben in den Filter rein. Vorsicht! Nur bis unterhalb der Löcher, an denen die Schnur festgebunden ist, ansonsten läuft das Wasser hier aus und läuft ungereinigt in dein Auffangglas. Los geht´s

Wasserfilter dreck filtern

Es wird einige Zeit brauchen bis das Wasser den Weg durch die ganzen Schichten gefunden hat. Bei unserem Versuch waren es einige Minuten und dann kam es tröpfchenweise an. Das ist ein gutes Zeichen. Je länger das Durchlaufen braucht, desto reiner ist auch das Endergebnis.

Sollte der erste Durchlauf im Glas noch etwas trübe sein, so kannst du es erneut in den Filter reinleeren. Mit der Zeit wird es dann immer reiner.

Hab Geduld und schau, dass die einzelnen Schritte richtig gut und exakt gemacht werden.

Wasserfilter vergleich survival

Was ist unsere Absicht dabei gewesen?

Wir wollten sehen welche Materialschichten richtig trübes Wasser wieder klären können. Das ist uns gelungen und wir haben mit diesem Vorgang viel an Erfahrung rausgezogen.

Hier nocheinmal die Schichten von der Seite

Wasserfilter schichten survival wildnis

Je öfter du einen Filter baust und verschiedene Variationen testet, desto mehr wirst du über das Prinzip des Filterns erfahren.

Als nächstes gilt es, verschmutztes Wasser in Trinkwasser zu verwandeln.

Trinkbares Wasser, geht das überhaupt?

Das Wasser auf unserer Erde ist immer noch dasselbe, welches auch zu Zeiten der Dinos herumsprudelte. Durch Destillation wird das Wasser gereinigt und dann nochmals durch filtern. Die Erde ist in verschiedenen Schichten aufgebaut und verkörpert so den idealen Filter, um verunreinigtes Wasser wieder sauber zu machen. Dieses Prinzip haben wir uns von ihr abgeschaut und lernen mit jedem neuen Wasserfilter und durch Adaption und Variation der Schichten viel Neues dazu. Also sei dabei und wag dich an deinen vielleicht ersten selbstgebauten Filter. Nur so kannst du mehr und mehr über das Filtern von Wasser erfahren.

VIDEO zum Wasserfilter findest du hier

ACHTUNG – Damit das Wasser auch wirklich trinkbar ist, braucht es einige Erfahrung also lass es unbedingt untersuchen oder koche es ab.

Mit dieser Art des Filterns, wollten wir das Wasser vor allem von den Schwebeteilchen befreien.

In unserem Survival Basiskurs zeigen wir wie das Filtern von Wasser wirklich super funktioniert.

Hier gehts zum Survival Basiskurs

Grüsse Hans Müllegger

Categories: NahrungWasser

4 Comments

Harry · Mai 15, 2019 at 3:50 pm

Vielen Dank? Moos wäre bestimmt auch gut geeignet, soll dazu noch antibakteriell wirken.

Harry · Mai 15, 2019 at 3:57 pm

Sorry, sollte ein Ausrufezeichen werden 😉

Wildnisschule1 · Mai 15, 2019 at 7:05 pm

Gerade hat mich die Miriam K. an eine sehr wichtige Sache erinnert.
Die Löcher am oberen Ende für die Schnur, hier solltest du wirklich vorsichtig einbohren oder mit glühendem Draht arbeiten, hat sie gemeint. Ja da gebe ich ihr Recht.
Wenn du mit einem Spitzen Nagel oder ähnlichen das machst, kann es leicht einen Riss im Plastik ergeben und die Flasche fällt zu Boden.
Also probiert fleissig aus.
Grüsse Hans

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